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Die Berge westlich von Turin sind bei uns wenig bekannt. Eventuell kennt man noch die Paradisogruppe, aber was "weiter unten" ist, ist meist unbekannt.
Von Turin, ziemlich genau nach Westen zieht das Susatal. Durch dieses führt die Autobahn durch den Frejus-Tunnel nach Frankreich. Das nächste Tal südlich davon ist das Valle Chisone.
Von Turin nur ca. 60 km nach Südwesten, liegt am Eingang dieses Tales Piernerolo. Das Tal macht dann einen Bogen nach Norden und endet im bekannten Skiort Sestriere.
Etwa am nördlichsten Punkt diese Bogens befindet sich das Örtchen Fenestrelle.

Auf dem dortigen Campingplatz trafen sich, aus verschiedenen Richtungen ankommend, Barthels, Vater und Sohn Welz und ich. Später kamen noch Höfers dazu.

Werner hatte einen guten "Riecher" und dieses Gebiet entdeckt. An den Hängen des Tales gibt es ein Fülle von gut eingerichteten Kletterrouten in bestem Granit.
Obwohl Turin nur ca. ein knappe Autostunde entfernt ist : Außer am Wochenende, waren wir fast immer alleine an den Felsen.


Im Folgenden ein paar Eindrücke von den Klettergebieten die wir in dieser Woche besuchten.



Gran Dubbione

In diesem Klettergebiet waren wir zweimal. Es liegt in einem sehr abgelegenen Tal und es war eine etwas abenteuerliche Anfahrt.
Vom Parkplatz läuft man ca. 20min an die ersten Felsen.
Die lagen allerdings in der prallen Sonne ... Wir entschieden uns für den etwas weiter oben liegenden Sektor Metaforo, der zumindest in der ersten Tageshäfte im Schatten liegt. (Bild rechts)


Am ersten Klettertag beschränkten wir uns auf ein paar Einseillängentouren.

Allerdings wurde es bald so heiß, dass wir den Rückzug antraten und uns stattdessen ein kühles Bad im Bach gönnten.


Als wir das zweite Mal hier her kamen, ging's an die Route Scivolo. Eine schöne Route, die nicht so "botanisch" ist wie sie auf den ersten Blick aussieht.
Es sind 5 Seillängen, überwiegend 5c.
Übrigens : Im Känelführer ist nur die 1. SL aufgeführt.



Die Schlüsselstell ist ein Überhang in der 3. Seillänge.


Leider war das Wetter an diesem Tag instabil.
Wir konnten die Route zwar noch zu Ende Klettern, beim Abseilan "spülte" uns ein heftiges Gewitter dann aber aus der Wand !

Vallone di Bourcet

Beim Örtchen Roreto zweigt das Tal nach SW ab. Kurz vorm nördlichen Ortsausgang geht's durch eine sehr(!) schmale Gasse.
(Spielegl einklappen und Kratzer riskieren, oder weiter unten auf dem Dorfparkplatz parken !)

Man läuft dann ca. 15 min in das schmale Tal. Die Einstiege befinden sich teilweise direkt am Weg !
Neben einigen wenigen Einseillängenrouten, findet man hie meist Touren von 5 - 7 Seillängen.

Tre Denti di Meano

Die 3 Zähne befinden sich am Südhang des Tals, oberhalb des Weilers Bieri. Der Ort Meano liegt etwas weiter weg ...
Da außer uns mal wieder niemand unterwegs war, war Parken kein Problem. Manläuft dan ca. 30 min bis an die unteren Einstiege.
Man findet hier Mehrseilleingenrouten (3 - 5 SL) in moderatem Schwierigkeitsbereich (bis 6a).




Unsere erste Tour war der SW-Pfeiler. 5 SL mit einer 5c-Stelle.

Dann in ein steiles Couloir abseilen.....




... aus dem Couloir ging's gleich in die nächste Tour :
Via Michelin Battu.
Auch 5 SL, aber leichter. (max. 5b)

Rechts im Bild : Markus und Gesine kurz vorm Ausstieg.



Bric Ghinivert 3037m


An einem Tag machten wir zu Abwechslung auch eine Wanderung. Von Pragelato, einem kleinen Ort östl. von Sestriere nahmen wir zunächst einen Sessellift und sparten so 800 Höhenmeter.


Von einem Pass aus konten wir unseren Gipfel sehen.
Der "Schutthaufen" im Hintergrund.
In der Nähe des eher unspektakulären Gipfels (links: Gesine, Sigrid, Werner) gab's spektakulär viele Edelweiss !

Fotos : WB : Werner & Sigrid Barthel



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Letzte Änderung 07.11.2016