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Dass Sardinien ein attraktives Urlaubsziel ist, ist bekannt.
Weniger bekannt ist vielleicht, dass es dort wunderbare Klettergebiete gibt !
Vor allem im Frühjahr und im Herbst sind dort die Wetterbedingungen ideal für's Klettern.
Da ich noch nie dort gewesen war, war ich sofort begeister, als es hieß : "In den Herbstferien nach Sardinien !"
Im Frühsommer hatten Jutta und Tom eine "Vortour" gemacht, sich verschiedenen Klettergebiete und Orte angeschaut und schließlich Buggeru als "Basis" vorgeschlagen.
Buggeru liegt an der SW-Küste, etwas nördlich des Städtchens Iglesias. Warum dieser Teil Sardiniens "Costa Verde" ( "Grüne Küste") heißt, konnten wir im Herbst allerdings nicht ganz nachvollziehen. ;-))

Dieser Teil Sardiniens scheint unter Kletterern nicht so bekannt zu sein : An den meisten Felsen war außer uns fast niemand.
Oft waren wir sogar ganz alleine.

Der Flug mit der berüchtigten "Billig-Airline" startete Freitagabends um 20:00 am Flughafen Hahn.
Ein Teil unserer Miturlauber war schon Morgens nach Cagliari geflogen, was natürlich viel günstiger lag. Aber da hatten Sigrid B. und ich ja noch Schule.

Da es Ferienbeginn war, waren wir nicht die einzigen ...
Wir trafen auch noch die "Alternativurlaubergruppe" der Lautrer Sektion, die allerdings an die NO-Küste wollten.

Nach knapp 2h Flug bis Alghero, einer etwas zeitaufwändigen Autoübernahme und einer gut 3-stündigen, kurvenreichen Fahrt, kamen Sigrid & Werner B. und ich am frühen Morgen in unserer Ferienwohnung an.
Wir waren acht Leute (Sigrid, Werner, Jutta, Tom, Gesine, Markus, Andreas, Andreas) und verteilten uns auf zwei Ferienwohnungen im gleichen Haus.

Hoch gelegen, mit zwei Terassen und schöner Sicht auf die Bucht. (s. unten)





Ein sehr schönes Klettergebiet ist die riesige Wand über der Bucht von Masua etwas südlich von Buggeru.
Dort gibt's gut abgesicherte Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Und zur Freude aller Kletterer und Klettererinnen auch einen feinen Sandstrand mit einer Strandbar !

Die Wand ist nach Süden gerichtet und so hatten wir einen sehr heißen Tag.
Es war, wie gesagt, ein heißer Tag und einige blickten immer "sehnsüchtiger" in Richtung Strand.
Und so beschlossen wir den herrlichen Klettertag mit äußerlicher und innerliche Abkühlung ausklingen zu lassen !



Ein weiteres interessantes Gebiet liegt bei Domusnovas : Grotta di San Giovanni.
Oberhalb einer riesigen Höhle, durch die man früher sogar mit dem Auto fahren konnte, gibt es verschiedene schöne Sektoren.
Obwohl der Zugang vom Parkplatz zum Einstieg nur knapp 10 min beträgt, waren wir den ganze Tag unter uns.
In der Wand gab es viele merkwürdige Felsstrukturen : Rauh, eisenhart und messerscharf. Gut zu klettern, aber drauffallen sollte man besser nicht !

Wer da (rechts) wohl von den Mädels abgelassen wurde ??
Nachdem wir uns die Finger wundgeklettert hatten besichtigten wir noch die "Grotte".

Die Grotta di San Giovanni ist eigentlich eher ein natürlicher Tunnel, den sich ein Fluß durch den Fels gegraben hat.
Es gibt eineige schöne Tropfsteine zu sehen, die Beleuchtung ist aber teilweise recht spärlich.

Im Folgenden noch ein paar Kletterfotos aus verschiedenen Gebieten :

Der Tagesabschluß fand (fast) immer am Strand satt. Natürlich mit Bar ! ;-)
Auch wenn das Wetter ausnahmsweise mal nicht "badegeignet" war,


Wir waren aber nicht nur Klettern & Baden, sondern haben auch zwei schöne Wanderungen gemacht !

Z.B. auf die 478 m hohe Punta de Su Guardianu.
Von der Strasse zum Capo Pecora ging's zunächst über einen Fahrweg, dann Pfadspuren durch die S-Flanke.
Der "Weg" verlangte durchaus gelegentliches Handanlegen !

Auf dem Gipfel gab's natürlich eine ordentlich Brotzeit ... und eine Klasseaussicht.
Der Abstieg ging weglos über die N-Flanke durch Gestrüpp und Schotter. (unten / Maus auf's Bild)


Eine zweite "Wanderung" ging vom Capo Pecora entlang der Küste. Es war eher ein langer(!) Spaziergang mit vielen Foto- und Bouldereinlagen. Leider war es ein etwas trüber Tag.

Wir entdeckten einen Felsabbruch an dem geklettert wurde.(Maus auf's Bild). Allerdings waren die Touren nicht "eingerichtet", d.h. man muss alles selbst absichern !. Es gab nur am Ausstieg ein- oder zwei Haken und evtl. ein paar Schlingen. "Keep wild"
Es gab jede Menge skurriler Felsformationen zu sehen, u.a. auch ein steinerner "Sessel". Auf dem Rückweg bekamen wir dann meckernde Gesellschaft.


Im Folgenden noch verschiedene Bilder ...
"Flaschen (und Platten) leer" !!
Die Stimmung war (fast) immer super.

Hier legen Jutta und Andreas schon Morgens bei der Abfahrt ein Tänzchen auf's Parkett Straße.
Gesine und ich warten auf den Grappa !
Sigrid & Werner (und ich) in Alghero vor'm Abflug

Fotos Hy und Andreas Welz (AW)



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Letzte Änderung : 18.01.2017